
Was für eine schöne Idee: du nimmst ein Gericht, das zu 97% aus Schweinebauch besteht, und sagst: „Mach das mal vegan.“ Das ist, als würde man sagen: „Ich liebe Fallschirmspringen, aber ohne Höhe, Geschwindigkeit oder Angst.“
Hier kommt die veganisierte 红烧肉-Version, auch bekannt als „rote geschmorte Würfel der Illusion“.
Zutaten für veganes Hong Shao Rou (aka das große Schweinebäuchlein-Imitationsabenteuer):
- 400g fester Tofu ODER Seitan ODER frittierter Tofu (du darfst entscheiden, wie weit du dich selbst betrügen willst)
- 1 EL Zucker (weißer Zucker oder auch braun, je nach deinem emotionalen Zustand)
- 2 EL helle Sojasauce
- 1 EL dunkle Sojasauce (für die Tiefe, die dir sonst im Leben fehlt)
- 2 EL Shaoxing-Reiswein (oder trockener Sherry, wenn du in der Provinz wohnst)
- 2–3 Scheiben Ingwer
- 1 Sternanis
- 1 kleines Stück Zimtstange
- Frühlingszwiebeln, in groben Stücken
- Optional: 1 TL geröstetes Sesamöl für Drama
- Wasser (oder Gemüsebrühe, wenn du fancy bist)
- Optional: Shiitake-Pilze, weil sie umami können wie kein zweites Gemüse
Zubereitung der Täuschung:
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Tofu vorbereiten:
Tofu in dicke Würfel schneiden, mit Küchenpapier drücken, um das Wasser rauszupressen – so wie du deine Hoffnung rauspresst, dass es wie Schweinebauch schmeckt.
Optional: Tofu vorher frittieren oder im Ofen anknuspern – für Textur und damit du dich beim Kauen nicht an dein Leben erinnerst. -
Karamellisieren (ja, wir machen das wirklich):
Zucker in einer Pfanne auf mittlerer Hitze schmelzen lassen, bis er goldbraun ist. Dann den Tofu vorsichtig hinzufügen und wenden, bis alles glänzt. Du willst sexy Glasur, kein Zuckerbruch. -
Würze rein:
Ingwer, Frühlingszwiebeln, Sternanis, Zimt dazu. Rühr das Ganze, als wär’s ein Zaubertrank gegen Langeweile. -
Ablöschen:
Helle & dunkle Sojasauce, Shaoxing-Wein und Wasser (oder Brühe) dazugeben. Tofu sollte zur Hälfte in der Flüssigkeit baden, wie ein Wellness-Würfel. -
Köcheln und reduzieren:
Deckel drauf, 20–30 Minuten leicht köcheln. Dann Deckel ab, Hitze erhöhen und die Flüssigkeit reduzieren, bis sie sirupartig glänzt. Du willst diese „Ich-bin-schwer-aber-lecker“-Konsistenz. -
Feinschliff:
Mit geröstetem Sesamöl veredeln und Frühlingszwiebeln garnieren. Vielleicht noch ein Schuss dunkle Sojasauce für dramatische Farbe, falls es noch zu fröhlich aussieht.
Servieren mit:
Jasminreis, Schuldgefühlen (weil’s trotzdem geil schmeckt), und einem Lächeln, weil du etwas fleischloses gegessen hast, das nicht nach Pappe schmeckt.