Endlich – nach zwei langen Wochen Freiheit in Shanghai geschnuppert – ab nach Hause nach Nanning. Quarantäne Teil zwei… denn wer braucht schon ein normales Leben, wenn man auch ein Abo auf behördliche Erlebnisprogramme haben kann?
Klar, das Ganze war ein derber persönlicher Rückschlag und ein weiterer Punkt für Team Bürokratie. Aber anscheinend war das sehr wichtig. Also: raus aus der Quarantäne in Shanghai, endlich Richtung Flughafen. Unterwegs natürlich Rushhour – Shanghai macht ja nichts halbfertig, nicht mal Stau. Eingecheckt für den Rückflug nach Nanning, ein paar Stunden am Flughafen totgeschlagen (immerhin: die perfekte Umgebung, um über Lebensentscheidungen nachzudenken), und dann endlich das ersehnte Boarding. Gänsehaut. Fast wie Urlaub, nur ohne Spaß.
Der Rückflug dauerte etwas länger als drei Stunden, aber dann: 00:35 Ankunft in Nanning. Und jetzt kommt der Plot-Twist: DongMei konnte einfach aus dem Flugzeug aussteigen, durch den Flughafen nach draußen gehen – und niemand wartete auf sie. Kein Empfangskomitee, keine Klemmbretter, kein „Bitte hier unterschreiben, dass Sie existieren“. Was war denn nun mit der angekündigten einwöchigen Hotelquarantäne? Zumindest war das in Shanghai besser organisiert. In Nanning wirkte es eher so, als hätte das System kurz die WLAN-Verbindung verloren.
Also rein ins Taxi und endlich nach Hause. Duschen, essen, schlafen im eigenen Bett. Ein Moment, in dem man fast glaubt, die Bürokratie hätte sowas wie ein Herz. Oder zumindest Feierabend.
Tja. Fast.
Denn das böse Erwachen kam am darauffolgenden Tag…